BuT-Anträge

Bildungs- und Teilhabepaket

Die Leistungen können bei der Stadt Herne, in der Regel im Jobcenter beantragt werden.

(Ausnahmen siehe unten)
Hilfe bei der Antragstellung und Beratung in der Schule bei:

Schulsozialarbeiterin A. Kutscher
Montag, Dienstag, Freitag (14-tägig)

8.00 – 15.30 Uhr

Tel.: 0157 – 55 24 64 35
Fax: 02325 – 569188
E-Mail: a.kutscher@gfs-ev.de

 

Fragen und Antworten zum Bildungspaket

Worum geht es beim Bildungspaket?

Das Bildungspaket fördert und unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Es ermöglicht den Kindern mitzumachen, gemeinsam mit Gleichaltrigen nach der Schule Fußball zu spielen, zu musizieren, in der Schulkantine mit zu essen und ganz gezielt Unterstützung durch Lernförderung zu bekommen, wenn die Versetzung gefährdet ist.

Wer kann Leistungen aus dem Bildungspaket bekommen?

Berechtigt sind Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Leistungen nach § 2 AsylbLG, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen.

Auch Leistungsberechtigte nach § 3 AsylbLG können nach § 6 AsylbLG Leistungen aus dem Bildungspaket erhalten.
Das Bildungspaket gilt für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre. Ausnahme sind die Leistungen zum Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit – hier liegt die Altersobergrenze bei 18 Jahren.

Was gehört zum Bildungspaket?

• Mittagessen für Kinder, die Kitas, Schulen oder Horte besuchen, an denen regelmäßig warme Mahlzeiten angeboten werden.
• Lernförderung für Schülerinnen und Schüler, die das Lernziel nicht erreichen oder deren Versetzung gefährdet ist. Die Lehrerin oder der Lehrer muss den Bedarf bestätigen.
• Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit für alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre, das heißt zum Beispiel Mitgliedsbeiträge für den Fußballverein oder Teilnahmegebühren für die Flötengruppe.
• Teilnahme an Tagesausflügen, die von den Schulen oder Kitas organisiert werden. Die Kosten für mehrtägige Klassenfahrten werden ebenso erstattet.
• Schulbedarf wie Stifte, Hefte, Wasserfarben oder der Schulranzen
• Schülerbeförderung für Schüler, die die nächstgelegene Schule ihres gewählten Bildungsgangs (in der Regel ab Sekundarstufe II) besuchen. Voraussetzung ist, dass die Kosten tatsächlich erforderlich sind und nicht bereits von anderer Seite übernommen werden.

Was bekommt das einzelne Kind?

Das Bildungspaket enthält für jedes Kind folgende Beträge:
• 100 Euro jährlich für Schulbedarf, davon 70 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten Schulhalbjahr
• 10 Euro monatlich fürs Mitmachen in Sport, Kultur und Freizeit
• einen Zuschuss für jede warme Mahlzeit in der OGS. Der Eigenanteil der Familien liegt bei einem Euro täglich.
• Kosten für Tagesausflüge in Schule und Kita
• Lernförderung bekommen Schülerinnen und Schüler, die das Lernziel nicht erreichen oder deren Versetzung gefährdet ist in einer BuT-Lernfördergruppe.
• Die Kosten für die Schülerbeförderung zur nächstgelegenen Schule werden entweder insgesamt übernommen oder es gibt, wenn die Karte auch für andere Fahrten genutzt werden kann, einen Zuschuss. Voraussetzung ist, dass die Beförderung zur nächsten Schule notwendig ist und die Kosten nicht von anderer Seite übernommen werden.

Wer ist Ansprechpartner für die Familien?

Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bekommt, wendet sich für Leistungen aus dem Bildungspaket in der Regel an das Jobcenter. In diesen Fällen erhalten Familien alle Leistungen des Bildungspakets aus einer Hand. Für Familien, die Sozialhilfe, Leistungen nach dem AsylbLG, Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten, sind die Jobcenter nicht zuständig.
Die Stadt Herne (erreichbar zum Beispiel im Rathaus) nennt diesen Familien den zuständigen Ansprechpartner für das Bildungspaket. Die Leistungen werden überwiegend als Sach- bzw. Dienstleistungen gewährt. So kommen sie direkt und zielgenau den Kindern zugute. Mit der Bezahlung haben die Familien in der Regel nichts zu tun.

Wann können die Leistungen beantragt werden?

Immer, wenn sie gebraucht werden beim Jobcenter oder mit Hilfe von der Schulsozialarbeiterin, Frau Kutscher, in der Schule.

Wie funktioniert die Kostenerstattung?

Für die Kostenerstattung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
– Die Eltern zahlen zuerst selbst und holen sich das Geld mit einer Bestätigung der Schule über die Zahlung vom Jobcenter zurück.
– Das Jobcenter überweist nach Antragstellung und Genehmigung direkt das Geld auf das Schulkonto, z.B. bei Klassenfahrten.

Wie können sich Kitas und Schulen beteiligen?

Lehrer und Erzieher spielen beim Bildungspaket eine wichtige Rolle: Sie kennen die Stärken und Schwächen der Kinder besonders gut und können den Eltern Tipps geben, welche Angebote aus dem Bildungspaket für das einzelne Kind sinnvoll sind.
Insbesondere bei der Nachhilfe sind die Schulen gefragt: Erst wenn sie bestätigen, dass ein Kind das Lernziel nicht erreicht oder die Versetzung gefährdet ist, können Eltern Nachhilfe aus dem Bildungspaket beantragen.

Quelle Text: http://www.but-konto.de/fragen-zum-bildungspaket; Text verändert

Quelle Foto: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
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